THERAPIEMASSNAHMEN: DIE 4 AUS DEM HEILMITTELKATALOG

Ergotherapie zählt ebenso wie die Physio- oder Sprachtherapie zu den Heilmitteln. Sie ist Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Beihilfestellen und Unfallversicherungsträger übernehmen Kosten auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung. Im Heilmittelkatalog sind die medizinischen Indikationen für die Leistungen der Ergotherapie festgelegt. Die Gründe für den Einsatz einer ergotherapeutischen Behandlungsmaßnahme sind nach Diagnosegruppen und Zielsetzungen unterteilt. Sie beziehen sich z.B. auf Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems, auf Schädigungen des Muskel-Skelettsystems oder psychische Störungen. 

 

Hat Ihr Arzt einen ergotherapeutischen Behandlungsbedarf festgestellt, finden Sie auf Ihrer Verordnung

 

entweder motorisch-funktionelle Behandlung,

oder sensomotorisch-perzeptive Behandlung

oder neuropsychologisch orientierte Behandlung

oder psychisch-funktionelle Behandlung.

 

Körperliche Funktionen wie die unseres Bewegungsapparates oder bestimmte Fähigkeiten unseres Gehirns können gezielt trainiert werden - so auch kognitive Funktionen, die wir für unsere Alltagshandlungen benötigen. Dazu gehören bspw. Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Orientierung im umgebenden Raum, die Fähigkeit zur Handlungsorganisation oder die Wahrnehmungsverarbeitung von Informationen aus der Umwelt und unserem Körper. Ergotherapie kann Sie außerdem dabei begleiten, Ihre psychische Funktions- und Leistungsfähigkeit bei seelischen Beeinträchtigungen zu stärken.